Vieles!

… äh nein, eher nichts, oder?

Was nu?

Viel gelernt oder nicht?

 

Letztes Jahr fehlte vor allem eins: Mut.

Angst ist sehr effektiv. Wenn Du nicht mutig dagegen angehst, gewinnt immer die Angst. Seien es die kleinen Ängste, denen Du im Alltag immer wieder begegnest oder die Angst, die von anderen Menschen (die rhetorisch meist sehr gewandt sind) als „Waffe“ benutzt wird.

Im Beruf, privat, aber auch in der Gesellschaft. Beruflich war ich lange in der Beraterwelt unterwegs. IT Branche. Und obwohl – gerade in der IT Branche – damals wie heute ein immenser Fachkräftemangel herrscht, wurde ich (und viele andere KollegInnen) oft nicht wertschätzend, empathisch und werteorientiert von meinen Vorgesetzten geführt. Den Begriff „gesunde Führung“ kannte man damals noch gar nicht. Sogar die Existenz dessen wurde infrage gestellt.

Nein, es wurde fast nur und fast überall sehr autoritär geführt. Man hatte „The Big Macker“ zu respektieren. Um diesen Status beizubehalten, wurde von „The Big Macker“ immer wieder DIE effektivste „Waffe“ überhaupt eingesetzt: Angst.

Heute wissen wir, dass eine drohende Bestrafung „motivierender“ und somit effektiver ist, als Lob. Eben wegen der Angst und gleichzeitig führt ein solcher angst fördernder „Führungsstil“ zu noch mehr Angst bei den Mitarbeitern. Ich habe es oft genug live miterlebt. Aber bei der Verbreitung dieses „Phänomens“ frage ich mich, welcher Mitarbeiter hat das nicht erlebt? Liebe „Führungskräfte“, freut euch, denn auch ihr seid lernfähig. Neues Jahr, neues Glück 😉

 

Was wir letztes Jahr gelernt haben?

Dass den Meisten „Führungskräften“ immer noch der Mut fehlt, die „The Big Macker“-Rolle hinter sich zu lassen und neue – wertschätzendere – Wege zu gehen.

 

# BeBrave – und hinterfrage stets Deine Art der Kommunikation. Hör nur auf Dein Herz. Würdest Du Dich so behandeln lassen, wie Du Deine Mitarbeiter, Kollegen und Mitmenschen behandelst?

 

Leadership is Partnership

Let’s be Lead Partners

 

Bitte? Ich schrieb „Führungskräfte“ in Anführungszeichen? Ja, genau! Denn alle Menschen die andere Menschen in irgend einer Art und Weise führen oder an die Hand nehmen, sind Führungskräfte. Liebe Eltern, ältere Geschwister, Ärzte, Krankenschwester, Einsatzkräfte, Kindergärtner, Pflegekräfte, Piloten, uvm., ihr seid alle Verantwortungsträger, genau wie Politiker. Sie weisen anderen Menschen den Weg. Sie geben Orientierung. Dabei benutzen sie vielfältige „Werkzeuge“, wie Motivation, Empathie, Feinfühligkeit, Wissen, Stärke … und Angst. Angst war 2017 auch auf politischer Ebene ein „sehr effektives“ Werkzeug. Nein, Du hast recht, eine sehr effektive Waffe. Leider. Angst wird Dir extrinsisch zugeführt, um intrinsisch noch mehr davon entstehen zu lassen. Dann kommt das Handeln oder eben das nicht-handeln. Denn genau wie bei der Kommunikation, wo man weiß das, dass Nicht-Kommunizieren nicht existiert (man tut es eben doch immer, verbal als auch nonverbal), so gibt es auch beim Tun kein Nicht-Tun. Es „sein zu lassen“ bedeutet nicht, dass dies keinerlei Auswirkung hat. Ein Beispiel dafür war die Bundestagswahl 2017. Es gab die, die etwas getan haben (= gewählt), egal ob mit Angst oder nicht und die, die nichts getan (= nicht gewählt) haben. Letzteres hatte Auswirkungen auf Ersteres. Alles hat immer eine Aus-Wirkung. Angst besonders.

 

Was wir letztes Jahr gelernt haben?

Dass Du nicht Nichtstun kannst und das die Angst ein rein böses Werkzeug ist.

Sei mutig und entscheide Dich für das Gute. Etwas zu zerstören ist einfach, aber etwas zu erschaffen, etwas entstehen zu lassen, etwas aufzubauen und Probleme, vor denen niemand auf der Welt weglaufen kann (btw, willkommen in der Realität!) zu lösen, dass ist viel schwieriger.

„Schwieriger? Komm her! Hier ist Mut.“ DAS brauche ich von Dir, das brauchen wir von der ganzen Welt. „Vorangeher“ gab es schon immer …

 

Alexej Leonow - erster Mensch im freien Weltall

Alexej Leonow – erster Mensch im freien Weltall

 

Einer für alle. Alle alleine.

Anfeinden. Abgrenzen. Abspalten. Trennen. Befremden. Bekämpfen. Beschimpfen. Grenzen bauen.

Kurze Frage: Wundert es Dich wirklich, dass Kinder in dieser Welt mit Angst aufwachsen? Ach ja, Angst hat Auswirkungen, nicht wahr? Auch auf lange Sicht gesehen …

 

  • Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) gibt 2017 bekannt: Psychische Erkrankung sind 2016 der zweithäufigste Grund für betriebliche Fehlzeiten nach Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen gewesen. Vor wenigen Jahren waren die „Psychischen Erkrankungen“ noch auf Platz 3.
  • Jeder Zweite leidet im Laufe seines Lebens an einer psychischen Erkrankung

 

Warum tust Du Dir das selbst an? Wieso tust Du es Deinen Kindern an? Du fühlst Dich nicht angesprochen? Was tust Du denn wenn Du es erlebst? Was „es“ ist? Ich wiederhole es gerne (nein, nicht gerne, aber trotzdem): Anfeinden. Abgrenzen. Abspalten. Trennen. Befremden. Bekämpfen. Beschimpfen. Grenzen bauen.

Die Antwort versteckt sich darin. Es ist ganz sicher nicht das Nichts-Tun und das Verstecken. Es ist Dein Mut. Denn Du wirkst, so oder so. Heutzutage auch global. Ob Du willst oder nicht. Also geh nach vorne. Geht das nicht, dann geh mit den Mutigen. Sie sind da draußen. Ob Du es glaubst oder nicht.

Bekämpfen wir gemeinsam das Böse, für das Gute.

 

Was wir letztes Jahr gelernt haben?

Dass wir Trennen, um mit denen zusammen zu sein, die wir uns aussuchen. Die, die uns gefallen, sind dabei, alle anderen gehören nicht dazu. Allein, die Welt hat (noch nie) so funktioniert. Denn diejenigen, die dafür sind, werden diejenigen wahrnehmen die dagegen sind. Und die, die dagegen sind, werden auch immer die wahrnehmen, die dafür sind. Es sei denn Du versteckst Dich. Egal ob dafür oder dagegen. Egal um was es geht.

In meiner Kindheit konnte ich meine Erkrankung, die aus meinem Gendefekt hervorging, nicht verstecken. Wie auch? Im Kindergarten und in der Schule hat man Abwesenheit sehr schnell bemerkt. Abwesend war ich oft, da ich wöchentlich ins Krankenhaus musste oder sehr oft krank war. Ein anfälliger kleiner kranker Junge. Und da der Flurfunk bereits in der Grundschule prima funktionierte, wussten alle – also, gefühlt alle – dass der kleine Junge anfällig und krank sei. Eine Auswirkung war – und ich erinnere mich nicht an vieles aber dass, schon – war, dass ich in den Schulpausen nie beim Fußball spielen in eins der zwei Teams gewählt wurde. Ich war ein Kind und wurde ausgegrenzt. Es gab auch keine gleichgesinnte Gruppe, bei der ich Trost gefunden hätte. Ich war ja der Einzige in der gesamten Schule mit diesem Gendefekt. In den Fällen wo die Teams anzahltechnisch nicht „aufgingen“, es konnten ja nicht 5 gegen 4 spielen, wurde ich als letzter gewählt. Schön war die pure Ehrlichkeit, die ich dann erfuhr, denn als ich als letzter gewählt wurde, kam vom Teamkapitän sofort ein „na toll, jetzt haben wir den Kranken“. Damals dachte ich dass ich somit wusste, wer ich bin. Der Kranke. Nö. Eben nicht! Heute weiß ich, dass ich damals so von den anderen gesehen wurde. Wer ich bin, sollte ich später herausfinden.

Geht weiter … als ich dann endlich mitspielen durfte, durfte ich es doch nicht. Niemand aus meinem Team passte mir den Ball zu, aus zweierlei Gründen. Zum einen, könnte ich ihn ja sofort verlieren, ich war ja der kleine Kranke Junge. Zum Anderen, hatten die anderen Kinder Angst, dass ich mich verletzen würde, ich war ja so anfällig. Ich gehörte also dazu, ich war ja im Spiel, aber gleichzeitig doch nicht.

GENAU so fühlen sich Menschen um Dich herum. Auch wenn sie es Dir nicht sagen. Menschen, die hier fremd sind, Menschen die ein Handicap haben, Menschen die Ängste haben, Menschen, die endlich ihr Leben leben wollen, sich aber nicht trauen es zu tun, Menschen die für ihren Chef alles geben – und noch viel mehr – dabei aber immer unglücklicher werden, weil „The Big Macker“ … ach, das hatten wir ja schon …

2018 bist Du mutiger, für andere, für Dich, für alle anderen Jahre die danach kommen. Du bist nicht alleine.  Suche den Impact in Deinem Leben.

 

du-bist-mut

Suche den Impact, Du bist nicht alleine

 

#BeBrave – und gehe mit den Mutigen. Befreunde. Vereine. Verliebe. Sprenge Grenzen.

 

Bitte? Du hast einen Kommentar hierzu? Traust Dich doch eh nicht … zeige mir Deinen Mut.